Projekte und Studienfahrten

Innerhalb der Schulzeit der theoretischen Ausbildung finden unterrichtsbezogene Besuche an verschiedenen Einrichtungen sowie eine mehrtägige Studien- und Abschlussfahrt statt.

Zu den unterrichtsbezogenen Besuchen gehören (Beispiele, Auswahl):

  • Gedenkstätte Hadamar und Gedenkfriedhof am Klinikum Weilmünster
  • Erfahrungsfeld der Sinne im Schloss Freudenberg (Wiesbaden)
  • Anatomisches Museum Marburg und Institut für Anatomie der Universität Gießen
  • Werkstatt Florentine der Lebenshilfe Wetzlar-Weilburg e.V.
  • Klinikum der Maximalversorgung im Rahmen einer mehrtägigen Studienfahrt, Teilnahme an Schülerkongressen
  • Wechselnde Besuche an Einrichtungen zu berufsbezogenen Themen

Darüber hinaus wird die Teilnahme an den Betriebsausflügen und -feiern der Betriebsgemeinschaft der Kreiskrankenhaus Weilburg gGmbH ermöglicht. Unterrichtsprojekte finden zu verschiedenen Themen (z.B. Kinästhetik) statt.

Besuch Universitätsklinikum München-Großhadern 2017

Die diesjährige Abschlussfahrt der Absolventinnen der Krankenpflegeschule Weilburg führte wieder in die bayerische Landeshauptstadt München. Schwerpunkt der fünftägigen Studienreise war der Besuch der KZ-Gedenkstätte Dachau sowie eine Hospitation am Klinikum Großhadern der Ludwig-Maximilians-Universität München. 

Im Münchner Universitätsklinikum Großhadern werden täglich bis zu 2000 Patienten in der teil- und vollstationären Behandlung von knapp 10.000 Mitarbeitern versorgt. Davon rund 3.400 Pflegekräfte und 1.700 Mediziner. Beeindruckend, dass das Krankenhaus am Stadtrand über einen eigenen U-Bahn-Anschluss verfügt und so eine gute Erreichbarkeit für Mitarbeiter, Patienten und Besucher garantiert. Die Schülerinnen und Schüler bekamen Ziele und Arbeitsabläufe in einem Krankenhaus der „Maximalversorgung“ vorgestellt und es wurde ein Einblick in den zentralen Operationstrakt (OPZ) mit der Anästhesie- und Sterilisationsabteilung (im Untergeschoss des OPZ) gegeben. Auf 14.500 Quadratmetern stehen 32 modern ausgestattete Operationssäle, ein ambulantes OP-Zentrum sowie 70 Betten auf den Intensivstationen und eine zentrale interdisziplinäre Notaufnahme (ZNA) für die Versorgung bereit. Ein neuartiges Konzept gibt hierbei den Pflegekräften und Ärzten mehr Zeit für viele Patienten. Die Zuordnung der Eingriffe am Patienten findet nicht mehr fachbezogen statt, sondern orientiert sich an den medizinischen und pflegerischen Bedürfnissen des Betroffenen (sogenannte „Cluster“). Erklärt wurde auch ein „OP-Roboter“, welcher mittels digitaler Technik vom Operateur gesteuert wird, sowie die Darstellung von Herzoperationen an großen Bildschirmen.  

Auch wurde die nahe München gelegene Gedenkstätte in Dachau besucht. 1933 von den Nationalsozialisten als Konzentrationslager für politische Gefangene errichtet, wurden 200.000 Menschen aus ganz Europa in Dachau und in zahlreichen Außenlagern inhaftiert und 41.500 ermordet. Eine Auseinandersetzung mit diesen Geschehnissen im Rahmen der Pflegeethik ist auch Inhalt innerhalb der dreijährigen Ausbildung. 

Weitere fachbezogene Besuchsziele waren das Museum „Mensch & Natur“ mit einer Dauerausstellung zur menschlichen Physiologie und das Deutsche Museum mit einem begehbaren Modell einer 350.000-fach vergrößerten menschlichen Körperzelle sowie Themen zu Krebs, Nerven und Schmerz. 

Eine besondere Beziehung Weilburgs zur bayerischen „Weltstadt mit Herz“ konnte bei einer Stadtführung durch die Innenstadt Münchens hergestellt werden, welche im Englischen Garten endete. Der ab 1789 entstandene „Volkspark“ wurde vom in Weilburg geborenen Gartenarchitekten Friedrich Ludwig von Sckell geplant und ausgestaltet. Ein Denkmal im Englischen Garten erinnert an ihn. Zum Abschluss der Klassenfahrt fand eine „Besteigung“ des Münchner Olympiaberges statt. (FR)

 

Zu Gast am Universitätsklinikum Amsterdam

Studienfahrt 2013

Die diesjährigen Absolventinnen und Absolventen der Krankenpflegeschule Weilburg besuchten innerhalb einer fünftägigen Studienreise das AMC Universitätsklinikum Amsterdam.

Das 1983 gegründete AMC (Academic Medical Center) ist eines der acht Universitätskliniken der Niederlande und verfügt über 51 Abteilungen. 6500 Mitarbeiter stellen die Versorgung der über 1100 stationären Patienten sicher. Auf dem Gebiet der Medizin ist es einer der führenden Einrichtungen in Europa und zeichnet sich besonders durch die individuelle Patientenversorgung, der Forschung sowie der Aus-, Fort- und Weiterbildung aus. Im Rahmen des Besuches wurden die chirurgische Abteilung, die Kinderklinik, die Berufsfachschule für Krankenpflege und das „Museum Vrolik“, welches sich aus Sammlungen des menschlichen Körpers zusammensetzt, besichtigt. Hierbei konnte die normale und abnormale Entwicklung des Menschen (z.B. Siamesische Zwillinge) in Form von insgesamt 10.000 Präparaten, betrachtet werden. Das Ziel des Museums besteht darin, die Forschung voranzutreiben. Hierzu sollen Gesundheits- und Krankenpflegeschüler, Mitarbeiter des AMC sowie Studenten weitere Forschungsarbeit leisten. Eine Grachtenfahrt durch Amsterdam, der Besuch von fachbezogenen Museen sowie weitere Sehenswürdigkeiten rundeten die „Examensfahrt“ ab.

Traditionell werden Studienfahrten an der Krankenpflegeschule Weilburg in die dreijährige Ausbildung mit eingebunden, um so den Teilnehmern die Arbeitsabläufe in großen Gesundheitseinrichtungen nahezubringen. In den vergangenen Jahren wurden bereits das Allgemeine Krankenhaus der Stadt Wien, das Universitätsklinikum Großhadern und das Herzzentrum in München und weitere Einrichtungen besucht.

Servus aus Wien

Studienfahrt der Krankenpflegeschule Weilburg in die Hauptstadt Österreichs

Die diesjährigen Absolventinnen und Absolventen der Krankenpflegeschule Weilburg besuchten innerhalb einer fünftägigen Studienreise das Allgemeine Krankenhaus der Stadt Wien mit der größten österreichischen Schule für Gesundheits- und Krankenpflege. Traditionell werden in Weilburg Studienfahrten in die dreijährige Ausbildung mit eingebunden, um so den Schülerinnen und Schülern die Arbeitsabläufe in größeren Gesundheitseinrichtungen vorzustellen. Auch in den vergangenen Jahren wurden Großkliniken in München, Amsterdam und London besucht.
Das Krankenhaus der Stadt Wien bildet mit rund 7.000 Mitarbeitern und ca. 2.200 Patientenbetten das größte Unternehmen des Wiener Krankenanstalten-Verbundes. Die Berufsfachschulen am Klinikum bieten Ausbildungsplätze für 600 Schülerinnen und Schüler und sind die größten Fachschulen für Gesundheits- und Krankenpflege in Österreich.

Nach verschiedenen Vorträgen, einer Führung von österreichischen „Ausbildungskollegen“ durch die Räumlichkeiten der Schule wurden die Hygienestandards des Kaiser-Franz-Josef-Spitals vorgestellt und verschiedene Bereiche des Klinikums besichtigt.

Ein weiterer Höhepunkt der Reise war der Besuch des sogenannten Wiener „Narrenturms“, ein denkmalgeschützter Rundbau der Universität in welchem seit 1971 das Pathologisch-anatomische Bundesmuseum beheimatet ist. Mit etwa 45.000 Objekten beinhaltet das Museum die weltweit größte Sammlung pathologischer Präparate. Weitere Ziele waren das Schloss Schönbrunn mit angrenzendem Schlosspark, das Verhütungs- sowie das Kriminalmuseum. Als Abschluss der Reise wurde bei gutem Wetter der Wiener Prater besucht.

Studienfahrt vom 04.-08.05.2015

Die Klassenfahrt zum Abschluss der dreijährigen Ausbildung in der Gesundheits- und Krankenpflege führt in diesem Jahr in die Bundeshauptstadt Berlin. Schwerpunkt der Studienreise ist der Besuch des medizinhistorischen Museums der Charité und eine Führung über den Campus der Universitätsmedizin. Das Berliner Klinikum ist mit über 13.000 Mitarbeitern und 3.200 Betten das größte Klinikum Europas und einer der größten Arbeitgeber der Stadt Berlin. 

Weitere Ziele sind verschiedene Museen mit Bezug zur beruflichen Pflege und zur Medizin - darunter das Science Center Berlin, eine interaktive Ausstellung zum Thema „Begreifen, was uns bewegt - Gehen, Greifen, Bionik und Medizintechnik“. Träger des Museum ist Otto Bock Health Care (Medizintechnik). Eine Stadtbesichtigung mit Reichstag, Potsdamer Platz und anderen historischen Sehenswürdigkeiten sowie der Besuch des Holocaust-Denkmals rundet das Programm ab.

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