Alterstraumatologie

Eine optimale Versorgung von alterstraumatologischen Patienten ist in unserer Klinik nach unfallchirurgischer Ersttherapie durch die enge Kooperation mit der geriatrischen Abteilung in unserem Hause möglich. Es ist dadurch gewährleistet, dass Patienten früh postoperativ in geriatrische Behandlung übernommen und weiter auch traumatologisch mit betreut werden können, was zur Optimierung der Versorgung dieser Patienten in erheblichem Maße beiträgt.

An erster Stelle ist in der Alterstraumatologie der Schenkelhalsbruch und der gelenknahe, der sogenannte pertrochantäre Oberschenkelbruch, zu nennen.

Hierzu stehen verschiedene Implantate bzw. operative Vorgehensweisen zur Verfügung. Das Vorgehen ergibt sich aus der Art und Weise der Verletzung unserer Patienten. 

Eine große Rolle spielt aber auch die persönliche Situation des Patienten. Somit kann die für jeden Patienten individuell geeignete Therapie mit Sachverstand und Fingerspitzengefühl gefunden werden.

Duokopfprothese

Da bei einem Schenkelhalsbruch die Gefahr besteht, dass die Durchblutung des Kopfes gestört ist und es somit zu einem Untergang des Kopfes kommen kann, besteht hier oft die Notwendigkeit eine Prothese zu implantieren. 

Eine Duokopfprothese ist ein Hüftgelenk-Prothesentyp, der insbesondere im hohen Lebensalter verwendet wird. Dabei handelt es sich um eine sogenannte Hemiendoprothese (HEP), bei der nur der Oberschenkelanteil des Hüftgelenks durch eine Prothese ersetzt wird. Der Beckenanteil des Hüftgelenks bleibt erhalten. Die Duokopfprothese kann z. B. nach Oberschenkelhals-Frakturen zum Einsatz kommen. Der Name erklärt sich dadurch, dass ein kleiner Kopf in einer größeren Kopfschale beweglich gelagert ist. Diese wird in die natürliche Hüftpfanne eingesetzt.

Gammanagel

Die Gammanagelung - von G. Küntscher bereits in den 60er Jahren in Form des Y-Nagels konzeptionell vorbereitet - vereinigt die biomechanischen Vorteile eines axialen intramedullären Kraftträgers mit dem Prinzip der dynamischen Schenkelhalsschraube. 

Hört sich schwer wissenschaftlich an, will eigentlich nur sagen, dass mit diesem Implantat in der Regel eine sofortige Mobilisation mit Vollbelastung möglich ist. Das Implantat kann heutzutage mit dem entsprechenden Instrumentarium sehr weichteilschonend eingebracht werden.

Dynamische Hüftschraube DHS

Bei nicht verschobenen Brüchen kann auch eine DHS eingesetzt werden. Die dynamische Hüftschraube funktioniert nach demselben Prinzip wie der Gammanagel, man kann aber auf den im Knochen liegenden Implantatanteil verzichten und schont damit das Knochenmark.

Die enge Zusammenarbeit mit den Kollegen der Geriatrie ist für das Erreichen eines optimalen Ergebnisses unabdingbar und wird daher in der Regel in unserem Haus durchgeführt.

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