Endoprothetik

In der Abteilung für Orthopädie und Unfallchirurgie des Kreiskrankenhauses Weilburg wird die gesamte Endoprothetik vorgenommen. Diese Operationen werden von unserem im Bereich der Endoprothetik sehr erfahrenen Chefarzt und unseren Oberärzten durchgeführt.

Knieendoprothetik

Es wird die gesamte Knieendoprothetik ausgeführt:

  •     Schlittenprothese
  •     Komplette Oberflächenprothese mit Erhalt des hinteren Kreuzbandes
  •     Oberflächenprothese mit Ersatz des hinteren Kreuzbandes (z. B. LPS-Knieprothese).

Bei entsprechender Indikation werden Rotationsknieprothesen (Schanierprothesen) implantiert. Am Kniegelenk nimmt die Revisionsendoprothetik eine besondere Bedeutung ein.

Die Verfahren, um befundabhängig ggf. noch eine Endoprothese zu vermeiden, werden ebenfalls nach entsprechender Diagnostik angewandt (Knorpelersatzoperationen, Umstellungsosteotomien). 

Die Implantation einer Knieendoprothese ist Indikatoroperation für das Infektionsmanagement der Abteilung und wird seit 2009 auch dem nationalen Referenzzentrum in Berlin gemeldet.

Mit der postoperativen Mobilisation wird am ersten postoperativen Tag begonnen. Die Entlassung in weitere stationäre oder auch ambulante Rehamaßnahmen erfolgt am 8. bis 10. postoperativen Tag bei dann Vollbelastung des operierten Beines und angestrebter Beweglichkeit  im operierten Kniegelenk von 0/0/90°.

Die Daten der internen Infektionsstatistik werden für die Knieendoprothetik als Indikatorleistung an das nationale Referenzzentrum (NRZ) am Robert-Koch-Institut Berlin regelmäßig übermittelt.

Hüftendoprothetik

Für die Implantation einer Hüftprothese werden moderne, überwiegend zementfreie Implantate zur Anwendung gebracht. Eine frühzeitige Mobilisation wird auch hier vorgenommen mit zunehmender Vollbelastung ab dem 2. postoperativen Tag. Soweit möglich kommen befundabhängig auch minimalinvasive Verfahren zur Anwendung. In ausgewählten Fällen werden Kappenprothesen implantiert.

Seit 2012 wird auch dem nationalen Referenzzentrum in Berlin die Implantation einer Hüftprothese als Indikatoroperation für das Infektionsmanagement der Abteilung  gemeldet.

Die Hüftrevisionschirurgie (Wechseloperationen) und die Versorgung von periprothetischen Frakturen haben in der Abteilung einen besonderen Stellenwert.

Für die Knie- und Hüftendoprothetik wird nur noch in Ausnahmefällen eine Eigenblutspende vorgenommen, da in den beiden zurückliegenden Jahren nur selten bei elektiv endoprothetischen Eingriffen am Knie- und Hüftgelenk Bluttransfusionen notwendig waren. In der Knieendoprothetik kommt postoperativ im OP der Cellsaver (Blutrückgewinnung) zur Anwendung, während auf diesen in der Hüftendoprothetik bei Routineeingriffen verzichtet werden kann. Der Cellsaver (System zur Blutrückgewinnung) kommt in der Hüftendoprothetik in unserer Klinik nur noch bei Revisionseingriffen, Wechseloperationen und periprothetischen Frakturen mit gleichzeitigem Prothesenwechsel zur Anwendung. Nach hüftendoprothetischen Primäreingriffen verlassen die Patienten in der Regel zwischen dem 8. und 10. postoperativen Tag unsere stationäre Behandlung in die stationäre oder auch ambulante Rehabilitation.

Endoprothetik der Hand

Die fingerendoprothetischen Eingriffe sind endoprothetisch der vierthäufigste Eingriff in der Abteilung Orthopädie/Unfallchirurgie. Insbesondere werden bei entsprechender Indikation Daumensattelgelenksprothesen und Prothesen der Fingergrundgelenke und Mittelgelenke zur Anwendung gebracht. Diese Eingriffe werden ausschließlich durch den Chefarzt der Abteilung vorgenommen. Die Indikationen erstrecken sich auf die primären Arthrosen (auf Bouchardarthrosen, Fingergrundgelenkarthrosen, Daumensattelgelenksarthrosen) und des Weiteren werden bei Rheumapatienten Swanson-Prothesen (Silikonprothesen) implantiert.

Die Organisation der Anschlussheilbehandlung (AHB) wird in unserer Klinik durch unsere Mitarbeiterinnen im Sozialdienst in vorbildlicher Weise übernommen.

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