Kreiskrankenhaus Weilburg bekommt ein herausragendes Ergebnis

Erneut wurde das Weilburger Krankenhaus im Bereich der Knieendoprothetik und bei Operationen von hüftgelenknahen Oberschenkelbrüchen von der AOK Hessen als eines der besten hessischen Krankenhäuser ausgezeichnet. 

Nach den Daten der hessischen AOK gehört die Weilburger Klinik auch bundesweit zu den besten 20 Prozent aller Kliniken – und das bereits seit Jahren. Im Rahmen einer kleinen Feierstunde in der Caféteria des Krankenhauses überreichten Andreas Hahn, Gruppenleiter Fallmanagement der AOK, und Michael Münster vom AOK-Beratungscenter Weilburg die Urkunden. 

Für die Klinikleitung zeigt der Preis, dass im Hause überdurchschnittlich hohe Qualität erbracht wird. „Patienten müssen keine orthopädische Fachklinik aufsuchen, um super Leistungen auf sehr hohem Niveau zu erhalten“, sagte Andreas Hahn. 

Nicht alle Kliniken durchgehend gut

Seit fast sieben Jahren gibt es den AOK-Krankenhausnavigator. Diese kostenlose Orientierungshilfe im Internet liefert auf Basis der „Weißen Liste“ wertvolle und aussagekräftige Informationen über die tatsächlichen Behandlungsergebnisse von Kliniken. Warum das so wichtig ist, unterstreicht Thomas Burmann, Krankenhaus-Chef der AOK Hessen: „Es wäre wünschenswert, aber hessische Kliniken behandeln leider nicht alle auf einem gleich hohen medizinischen Standard“, sagt er, „es gibt Ausreißer nach unten, und vor solchen Häusern möchten wir die Patienten bewahren.“ 

Unzureichende Behandlungsqualität habe nicht nur zum Teil katastrophale Folgen für die Betroffenen. Auch das gesamte Gesundheitssystem leide, weil durch unnötige Folge-Operationen vermeidbare Kosten für die Kassen entstünden. 

Hohe Qualität in familiärer Atmosphäre

Im Kreiskrankenhaus freut man sich über die Auszeichnung: „Ein ganz besonderer Dank gilt dem Chefarzt der Orthopädie und Unfallchirurgie, Dr. Gerd Balser, mit seinem ärztlichen Team, dem leitenden Oberarzt Dr. Uwe Brenner, Oberarzt Stefan van Briel und Oberarzt Dieter Janiczek“, sagte Geschäftsführer Peter Schermuly. „Dass wir in der Region Mittelhessen im Vergleich schon das fünfte Mal hintereinander so gut abschneiden, wird das Vertrauen der Patienten in unser Haus weiter stärken.“ Hohe Qualität in familiärer Atmosphäre sei ein Markenzeichen des Weilburger Krankenhauses.

Zur Messung der Qualität verwendet die AOK seit 2010 das Verfahren „Qualitätssicherung mit Routinedaten“. Patienten können sich für verschiedene Eingriffe und Behandlungsmethoden eine Bewertung anhand von Symbolen anzeigen lassen. Je nach Abschneiden kann eine Klinik bis zu drei AOK-Symbole für unterdurchschnittliche, durchschnittliche oder überdurchschnittliche Qualität erhalten. Das Verfahren ermöglicht eine Betrachtung von Behandlungsergebnissen über den eigentlichen Krankenhaus-Aufenthalt hinaus. Während das Wissen der Krankenhäuser über die Qualität der Therapie mit dem Verlassen der Klinik endet, können so auch spätere Komplikationen sichtbargemacht werden, die an anderer Stelle behandelt wurden. Zur Berechnung der Qualitätsindikatoren werden Abrechnungs- beziehungsweise Routinedaten verwendet. Solche Routinedaten von Patienten übermitteln die Krankenhäuser automatisch an die Krankenkassen, um eine Behandlung in Rechnung zu stellen. Der Krankenhausnavigator ist unter www.aok.de/krankenhausnavigator zu finden. (mb)

Weilburger Tageblatt vom Dienstag, 24. Januar 2017

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