Kreiskrankenhaus Weilburg erneut von AOK für herausragende Leistungen ausgezeichnet

Weilburg (mb). Zum dritten Mail in Folge ist das Kreiskrankenhaus Weilburg von Hessens größter Krankenkasse, der AOK, für seine Leistungen im Bereich der Knieendoprothetik, bei Operationen von hüftgelenknahen Oberschenkelbrüchen sowie bei Gallenblasenentfernungen für besonders herausragende Leistungen ausgezeichnet worden. „Hier wird auf sehr hohem Niveau gearbeitet“, sagte Andreas Hahn von der AOK, der zusammen mit seinem Mitarbeiter Harald Horn am Donnerstag die Urkunden überbrachte. In einer kleinen Feierstunde im Kommunikationszentrum der Klinik erläuterte Hahn die Auswertungen und betonte, dass das Weilburger Kreiskrankenhaus nicht nur hessenweit in vorderster Liga spiele sondern auch bundesweit zu den besten 20 Prozent der Krankenhäuser gehöre.

Für die Suche von Patienten nach einem für sie am Besten geeigneten Krankenhaus bietet die AOK Hessen im Internet mit dem AOK-Krankenhausnavigator seit fast fünf Jahren eine bundesweit einzigartige Orientierungshilfe an: dort gibt es aussagekräftige Informationen über die tatsächlichen Behandlungsergebnisse von Kliniken. Das Internet-Tool ist kostenlos und auch für Nicht-AOK-Versicherte nutzbar. Die Ergebnisse sind wissenschaftlich fundiert und von einem Expertengremium erstellt. Die Urkunden zeigen die sogenannten „AOK-Lebensbäumchen“: nur die besten 20 Prozent aller Kliniken erhalten drei Bäumchen, weitere 60 Prozent zwei Bäumchen und 20 Prozent ein Bäumchen. Weilburg hat drei mal drei „AOK-Bäumchen“ erhalten. 

Da war natürlich auch das Krankenhaus-Team stolz. „Wir freuen uns sehr als Landkreis Limburg-Weilburg, der Bevölkerung in unserem Kreiskrankenhaus eine solche hervorragende Qualität anbieten zu können“, sagte Landrat Manfred Michel, Vorsitzender des Aufsichtsrates der Klinik, „großer Dank gilt hier natürlich den verantwortlichen Ärzten, aber auch den anderen am Behandlungserfolg beteiligten Berufsgruppen". Da sich die Ergebnisse auf das zurückliegende Jahr beziehen, gelte besonderer Dank auch dem ehemaligen Chefarzt Dr. Müller und Oberarzt Dr. Klaus Schnell, dem Sektionsleiter der minimalinvasiven Chirurgie. Weiterhin galt der besondere Dank der Orthopädie/Unfallchirurgie mit Chefarzt Dr. Gerd Balser und den Oberärzten  Dr. Uwe Brenner,  Stefan van Briel und Dieter Janiczek. 

„Dass wir in der Region Mittelhessen im Vergleich so gut abschneiden, wird das Vertrauen der Patienten in unser Haus weiter stärken", fügte Geschäftsführer Peter Schermuly an.   

Zur Messung der Qualität verwendet die AOK Hessen seit 2010 das Verfahren „Qualitätssicherung mit Routinedaten" (QSR). Der AOK-Krankenhausnavigator enthält bereits Klinikbewertungen zu planbaren Operationen an Hüft- und Kniegelenken, der Versorgung mit einem künstlichen Hüftgelenk nach einem Oberschenkelhalsbruch, dem Einsetzen eines Herzkatheters und der Entfernung der Gallenblase. Seit neuestem liegen auch Daten für einen der häufigsten Eingriffe vor: Die Entfernung des Wurmfortsatzes am Blinddarm (Appendektomie). Patienten können sich für jeden dieser Eingriffe eine Bewertung anhand von Symbolen anzeigen lassen. Je nach Abschneiden kann eine Klinik ein, zwei oder drei Lebensbaumsymbole für unterdurchschnittliche, durchschnittliche oder überdurchschnittliche Qualität erhalten.

Das QSR-Verfahren ermöglicht eine Langzeitbetrachtung von Behandlungsergebnissen, die auch über den eigentlichen Krankenhaus-Aufenthalt hinausgeht. Denn sie bezieht die Daten aller Krankenhäuser und die der ambulanten Versorgung mit ein. Während das Wissen der Krankenhäuser über die Qualität der Therapie mit dem Verlassen der Klinik endet, kann die AOK auch spätere Komplikationen sichtbar machen, die an anderer Stelle behandelt wurden. Zur Berechnung der Qualitätsindikatoren werden Abrechnungs- beziehungsweise Routinedaten verwendet. Solche Routinedaten von Patienten übermitteln die Krankenhäuser automatisch an die Krankenkassen, um eine Behandlung in Rechnung zu stellen. Der Krankenhausnavigator ist unter www.aok.de/krankenhausnavigator zu finden.

Dieser Artikel ist am 15.04.2015 im Weilburger Tageblatt erschienen.

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