Land schickt Geld nach Weilburg

Jetzt können die Detailplanungen für die Erweiterung und Modernisierung des Kreiskrankenhauses Weilburg beginnen. Hessens Finanzminister Thomas Schäfer (CDU) kam in die Klinik und überreichte einen Bewilligungsbescheid für den Landeszuschuss zu den Kosten.

Knapp fünf Millionen Euro sind insgesamt veranschlagt für Sanierung und Modernisierung der Weilburger Klinik. Dabei wird ein mehrgeschossiger Anbau in Richtung Fachärztehaus entstehen, der unter anderem Platz für Patientenzimmer bietet. Ziel ist es, bei gleicher Bettenzahl (etwa 180) die Zahl der Zweibettzimmer im Krankenhaus deutlich zu erhöhen. Außerdem wird die Intensivstation von Grund auf modernisiert und braucht mehr Raum.

„Dieses Krankenhaus ist ein wichtiger Eckpunkt hier in der Region“, betonte der Erste Kreisbeigeordnete Helmut Jung (SPD), der den Minister gemeinsam mit Krankenhausgeschäftsführer Peter Schermuly, dem stellvertretenden ärztlicher Direktor Dr. Michael Seng, Pflegedienstdirektor Stefan Eckert, der Qualitätsmanagementdirektorin Isolde Alfen und dem Fördervereinsvorsitzenden Heinz Pfeiffer in der Klinik begrüßte. Dabei waren auch die Landtagsabgeordneten Andreas Hofmann und Joachim Veyhelmann (CDU) sowie Tobias Eckert (SPD), der Weilburger Bürgermeister Hans-Peter Schick (parteilos) und Weilburgs CDU-Fraktionsvorsitzender Johannes Hanisch.

Jung bedankte sich bei Schäfer ausdrücklich für die Unterstützung des Landes. Der Minister hatte für den Landkreis Limburg-Weilburg Förderbescheide aus den Kommunalinvestitionsprogrammen (KIP) des Landes und des Bundes in Höhe von insgesamt 21 Millionen Euro dabei. Der Finanzminister sagte, hessenweit würden die Programme gut angenommen, und fügte an: „Der Landkreis Limburg-Weilburg sticht in besonderer Art und Weise heraus.“ Er habe die Chance genutzt, sofort alle Möglichkeiten dieser Förderung ausgeschöpft und insgesamt 22 Einzelmaßnahmen angemeldet.

Neben der Modernisierung des Kreiskrankenhauses, bei der das Land drei und der Bund zwei der insgesamt fünf Millionen Euro Gesamtkosten tragen, werden 21 weitere Projekte unterstützt, darunter die energetische Sanierung von Schulen und Sporthallen sowie Straßenbau. Dafür wurden Fördergelder in Höhe von knapp 17 Millionen Euro bewilligt. Damit hat der Kreis sein KIP-Kontingent vollständig ausgeschöpft.

Als Geschäftsführer des Kreiskrankenhauses schloss sich Peter Schermuly dem Dank des Kreisbeigeordneten an und stellte dem Minister Details der geplanten Arbeiten vor. Durch den Anbau werde die Anzahl der Patientenzimmer zwar erhöht, die Zahl der Betten bleibe jedoch gleich. So könne man den Anteil der Zweibettzimmer in der Klinik von einem auf zwei Drittel erhöhen.

Ein weiterer, besonders wichtiger Punkt sei die umfassende Modernisierung der Intensivstation, denn: „Die Intensivstation hat für uns auch eine große Bedeutung, weil wir Notfallkrankenhaus sind“, so Schermuly.

Dazu komme der Austausch von Rohrleitungen. Das Klinikgebäude sei mittlerweile über 40 Jahre alt, bemerkte der Geschäftsführer und ergänzte: „Ein Haus in diesem Alter hat natürlich einen hohen Investitionsbedarf.“ Schermuly berichtete, dass momentan die europaweite Ausschreibung für die Architektenleistungen laufe.

Die Stadt Weilburg bekommt 2,1 Millionen Euro vom Land Hessen für 32 Einzelprojekte überwiesen

Das Weilburger Krankenhaus genieße wegen seiner guten medizinischen Arbeit und der herzlichen Betreuung der Patienten weit über die Region hinaus einen hervorragenden Ruf, lobte Helmut Jung, und Weilburgs Bürgermeister Hans-Peter Schick sagte: „Das Krankenhaus ist außerdem ein Wirtschaftsfaktor für die Stadt und die Region.“ Dabei gehe es sowohl um die Arbeitsplätze in der Klinik als auch um das Krankenhaus als Auftraggeber für Firmen.

Mit sichtlicher Freude nahm Schick von Minister Schäfer KIP-Bewilligungsbescheide über insgesamt 2,14 Millionen Euro für 32 Einzelprojekte in Weilburg entgegen. „2,1 Millionen Euro für mehr als 30 Projekte: Das ist ein starker Rückenwind aus der Landeshauptstadt. Danke dafür!“, sagte Schick.

Mit Hilfe der KIP-Förderung werden in Weilburg beispielsweise ein behindertengerechter Zugang zur Schlosskirche geschaffen sowie Kindertagesstätten und Bürgerhäuser weiter ausgebaut, kündigte Schick an und ergänzte: „Ohne diese finanzielle Hilfe aus den Kommunalinvestitionsprogrammen könnten die meisten dieser Projekte erst im Laufe der kommenden zehn Jahre verwirklicht werden.“

Weilburger Tageblatt vom Mittwoch, 20. Juli 2016 von J. Vetter

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