Privatdozent Dr. Christian Kuntz neuer Chefarzt in Weilburg

Weilburg (mb). Große Freude herrscht im Weilburger Kreiskrankenhaus, tritt doch am ersten April Dr. med. Christian Kuntz - bis dahin als Chefarzt der Chirurgie in Wetzlar tätig - die Chefarztposition für die Allgemein- und Viszeralchirurgie in Weilburg an. Am Mittwoch wurde diese große Überraschung - die solange geheim gehalten wurde, bis alles „unter Dach und Fach“ war - nun im Krankenhaus öffentlich bekannt gegeben und Dr. Kuntz stellte sich vor. „Meine Freude ist doppelt so groß“, sagte Landrat Manfred Michel, „denn das Echo seit Bekanntwerden unseres neuen Chefarztes ist enorm: Dr. Kuntz genießt einen ausgezeichneten Ruf bei den niedergelassenen Ärzten der Region. Wir sind sehr stolz, dass uns dieser Coup gelungen ist und unser kleines, wunderschönes Krankenhaus im Grünen somit eine weitere Festigung seines soliden Fundamentes erfährt“.

Der bisherige Chefarzt Dr. Hans-Walter Müller, der zehn Jahre lang erfolgreich am Weilburger Krankenhaus tätig war, verlässt die Klinik zum 31. März. Ihm sprachen alle einen großen Dank aus. „Wegen unterschiedlicher Vorstellungen im Hinblick auf eine fachliche Neuausrichtung der Abteilung Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie haben die Kreiskrankenhaus Weilburg gGmbH und Chefarzt Dr. Hans-Walter Müller nach intensiven Gesprächen entschieden, eine Beendigung ihrer Zusammenarbeit in beiderseitigem Einvernehmen herbeizuführen“, erläuterte Geschäftsführer Peter Schermuly. Von Seiten des Gesetzgebers hätte die Gefäßchirurgie in so einem kleinen Krankenhaus wie Weilburg leider keine Zukunft mehr. 

„Nahezu alle gefäßchirurgischen Kliniken haben hierzu mittlerweile eigenständige Fachabteilungen geschaffen mit eigenem Hintergrunddienst und eigenem ärztlichen Personal. Dies ist für ein Haus der Grund- und Regelversorgung nicht darstellbar", so Peter Schermuly. Hinsichtlich der Gefäßchirurgie nach dem Weggang von Jens Andrick träfen nun die Auswirkungen der neuen gesetzlichen Regelungen im Qualitätsbereich medizinischer Leistungen das Weilburger Krankenhaus in vollem Umfang. Daher hätten die Geschäfts- und Krankenhausleitung sowie der Aufsichtsrat beschlossen, den allgemein- und viszeralchirurgischen Schwerpunkt erheblich zu stärken und auszubauen. „Gleichzeitig werden wir natürlich im gefäßchirurgischen Bereich mit entsprechenden Kliniken kooperieren. Hier finden unter anderem derzeit Gespräche mit dem St.-Vincenz-Krankenhaus in Limburg statt," erläuterte Schermuly. Dies sei sowohl im Sinne des Krankenhausträgers und der niedergelassenen Ärzte, in erster Linie jedoch im Sinne der Bevölkerung, für die dann ein gefäßchirurgisches Angebot in Weilburg auch weiterhin aufrechterhalten werden soll.

„Ich freue mich sehr auf meinen neuen Wirkungskreis“, sagte Dr. med. Christian Kuntz, „ich fühle mich hier familiär aufgenommen und das gefällt mir sehr gut.  Nach meiner langjährigen Tätigkeit in Wetzlar suchte ich eine neue Herausforderung. Ich war sehr positiv überrascht bezüglich der Rahmenbedingungen für den Betrieb einer Allgemein- und Viszeralchirurgie auf hohem Niveau. Die Anwesenheit eines Facharztes für Anästhesie und einer CT Bereitschaft rund um die Uhr (24 Stunden) sind heute keine Selbstverständlichkeit mehr und zeichnen das Krankenhaus Weilburg sehr positiv aus. Natürlich müssen wir mit den größeren Kliniken auf bestimmten Feldern im Sinne unserer Patienten kooperieren. Ich bin seit vielen Jahren ein vernetztes Arbeiten besonders mit den niedergelassenen Ärzten gewohnt und möchte dies im Landkreis Limburg-Weilburg fortsetzen im Sinne unserer Patientinnen und Patienten," erläuterte Kuntz. 

Dr. Kuntz hat nach seinem Studium der Humanmedizin an der Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz seine chirurgische Ausbildung an der Chirurgischen Uniklinik in Heidelberg erhalten. An der dortigen  Universitätsklinik erwarb er seine Facharztanerkennung „Chirurgie" sowie seine Teilgebietsanerkennung „Unfallchirurgie". Im Jahr 2000 wurde er Oberarzt und erhielt im folgenden Jahr die Schwerpunktanerkennung „Viszeralchirurgie". Nach zwei weiteren Klinikstationen, unter anderem einem Krankenhaus der Grund- und Regelversorgung, wurde Privatdozent Dr. med. Christian Kuntz zum Chefarzt der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und onkologische Chirurgie am Klinikum Wetzlar-Braunfels gewählt, wo er bis jetzt tätig ist. Zwischenzeitlich übernahm Dr. Kuntz auch noch zusätzlich die kommissarische Leitung der chirurgischen Abteilung der Dill-Kliniken in Dillenburg. Während seiner Tätigkeit in Wetzlar erwarb er darüber hinaus die Zusatzbezeichnung „Proktologe".

„Die Geschäfts- und Krankenhausleitung freut sich sehr darüber, dass ein Chefarzt dieser Kategorie für unser Haus gewonnen werden konnte", erklärte Geschäftsführer Peter Schermuly. „Das ärztliche Team von Dr. Kuntz wird in den nächsten Wochen weiter komplettiert", so Schermuly weiter.

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